20 Okt 2017 Freitag
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YOU ARE HERE: Berufsfeuerwehr Historie Karl Kehle

Karl Kehle PDF Drucken E-Mail

karlkehle
Während des 2. Weltkrieges hatten vor allem die zivile Bevölkerung in Europa unter den Folgen der militärischen Auseinandersetzungen zu leiden. Ganze Städte wurden in Schutt und Asche gelegt. Bei Angriffen mit Brandmitteln entstanden hunderte Brände, die sich zu Großbränden und sogenannten Feuerstürmen vereinigten. Einsatzkräfte von Feuerwehren versuchten verzweifelt mit einfachsten Mitteln Menschen zu retten, die verschüttet oder durch Flammen eingeschlossen waren. Ohne funktionierende Löschwasserversorgung, ständig bedroht durch Bomben oder Granaten sowie durch die gewaltigen Ausmaße der Brände überfordert, waren die wenigen Feuerwehrmänner fast hilflos. Wie viele Feuerwehrmänner dabei ums Leben kamen ist unbekannt. Aber man kann davon ausgehen, dass es nicht wenige waren. Auch in Halle (Saale) kam es durch Kriegseinwirkungen zu Einsätzen, bei denen Feuerwehrmänner getötet wurden. Die genaue Anzahl, der im Dienst getöteten ist ebenfalls nicht bekannt. Durch Zeitzeugen wissen wir jedoch, wer das erste Opfer war: Meister der Feuerlöschpolizei Karl Kehle

Karl Kehle wurde am 1. Juli 1930 als 24 jähriger junger Mann in die Reihen der Feuerwehr Halle (Saale) als Feuerwehrmann aufgenommen. Noch im selben Jahr wurde seine Tochter geboren. Schon von Kindheit an war der Beruf Feuerwehrmann das Ziel von Karl Kehle. So weit die Erinnerungen seiner Tochter zurückreichen, war für ihn der Schutz der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Halle oberstes Gebot. Er war Mitglied der Turner- und Schwimmriege der Feuerwehr Halle und gewann zahlreiche Medaillen und Preise. Auszeichnungen, die uns vorliegen, belegen, dass er bei Einsätzen zahlreichen Personen das Leben gerettet hat. Am 30. Januar 1943 wurde er aufgrund seiner ausgezeichneten Leistungen zum Meister der Feuerschutzpolizei befördert. Es wird vermutet, dass Karl Kehle zahlreichen Jugendlichen das Leben gerettet hat, indem er den Einsatz einer HJ Löschgruppen bei den Angriffen im Jahr 1943 verhinderte. Im Juni 1944 wurde Karl Kehle in Ausübung seines Dienstes durch Splitter einer Bombe oder Flakgranate schwer verletzt. An den Folgen der Verletzungen verstarb Karl Kehle am 1. Juli 1944.

 

 

 
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