20 Okt 2017 Freitag
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einsatzkraft

Seit über 125 Jahren dienen die Einsatzkräfte der Feuerwehr Halle (Saale) dem Gemeinwohl der Stadt. Generationen von Feuerwehrmännern haben in tausenden Einsätzen unzählige Menschen gerettet. Viele Bürger und Familien der Stadt verdanken ihr Leben den Einsatzkräften der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr. In keinem anderen Beruf ist die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft so eng miteinander verknüpft. Denn wohin auch die Entwicklung geht, das Ziel und die Berufung eines Feuerwehrmannes war und wird immer dieselbe sein: Die Wahrung und Rettung von Leben. Diesem Ziel wird im Beruf eines Feuerwehrmannes alles untergeordnet. Darum muss sich ein Berufsfeuerwehrmann mit seiner Tätigkeit identifizieren. Er muss lernen und begreifen, dass dieser Beruf eine Verpflichtung ist. Für das Wohl der Bürger ist es notwendig, vieles zu riskieren und alles zu geben.  Feuerwehrmänner müssen in der Lage sein im Team und als Individualist zu agieren und ihre Fähigkeiten zu jeder Zeit und an jedem Ort unter Beweis zu stellen. Wer die Tätigkeit eines Berufsfeuerwehrmannes erlernen möchte, sollte vorher genau überlegen, ob er dazu bereit ist. Wer sich dazu entschieden hat, erlernt einen Multifunktionsberuf. Schwere Einsatztechnik mit ungeheurer Kraft stehen neben kleinster Mikrotechnologie. Strahlrohre, Brechwerkzeuge liegen neben hochsensibler Mess- und Analysetechnik. Motorsägen, Trennschleifer, Bohrmaschinen sind auf dem gleichem Einsatzfahrzeug verlastet, wie Injektionsnadeln, Medikamente und Blutzuckermessgeräte. Computer, Funk- und Infrarotsensortechnik müssen genauso beherrscht werden wie Äxte, Schaufeln und Vorschlaghämmer. Chemie, Physik, Biologie, Pädagogik, Medizin und Gerätetechnik sind nur einige Themen, in denen ein Feuerwehrmann Grund- und erweiterte Kenntnisse erwerben muss. Wasser, Schlamm, Dreck, Kälte und Hitze sind Erscheinungen, die den Alltag eines Feuerwehrmannes begleiten. Bauliche Höhen und Tiefen stellen Einsatzkräfte vor persönliche Herausforderungen ebenso wie Flammen und Explosionen. Wer für seine berufliche Zukunft eine Tätigkeit sucht, in der er aktiv Menschen helfen und schützen kann, dann ist er bei der Feuerwehr genau richtig. Wir sind immer da, wenn uns jemand braucht.

In diesem Beruf sind zahlreiche Entwicklungs- und Qualifizierungswege möglich. Je nach Fähigkeiten und Neigung können nach erfolgreich absolvierten Bildungswegen Verantwortungen und Führungstätigkeiten übernommen werden.

Mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst

Einsatzkräfte

Die Einsatzkräfte bilden die einsatztaktische und technische Basis einer Feuerwehr. Sie gehen direkt in Gefahrenbereiche vor und setzen angewiesene Einsatz- und Rettungsmaßnahmen um. Dabei setzen sie eine Vielzahl von technischen Mitteln ein, deren Anwendung hohe theoretische und praktische Fähigkeiten voraussetzen. Die physischen und psychischen Belastungen von Einsatzkräften sind extrem hoch. Sie haben in ihrer Tätigkeit unmittelbaren Kontakt zu Schwerstverletzten und müssen in lebensbedrohlichen- und komplizierten Einsatzsituationen ruhig und abgeklärt Entscheidungen treffen, die möglicherweise über Leben und Tod entscheiden können. Bei ihrer Tätigkeit werden Einsatzkräfte selbst mit zahlreichen Gefahren konfrontiert, die nicht immer vorhersehbar sind. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, den Ausbildungsstand von Einsatzkräften sowie ihre körperliche Fitness auf einem hohen Niveau zu halten.

Gruppenführer

Einsatzkräfte, die sich über Jahre durch gute Leistungen und Fähigkeiten im Einsatz und Innendienst bewähren, können sich im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst auf die Funktionsstelle eines Gruppenführers (Fahrzeugführer) bewerben. Nach einem erfolgreich absolvierten Auswahlverfahren werden Führungsaufgaben im Einsatz- und Innendienst übernommen. Ausbildungsvorbereitung und deren Durchführung, Planungs- und Organisationsaufgaben sowie Führungstätigkeiten im Einsatz sind nur einige Aufgabenbereiche eines Gruppenführers. Der größte Unterschied zu einer Einsatzkraft ist der, dass ein Gruppenführer nicht nur eine Verantwortung für sich selber trägt, sondern für alle ihm unterstellten Einsatzkräfte. Gruppenführer sind Dreh- und Anlaufpunkte, die im Innen- und Einsatzdienst für einen Erfolg unerlässlich sind. Bei einer persönlichen Eignung sowie jahrelanger Bewährung hat ein Gruppenführer die Möglichkeit zu einem Laufbahnwechsel in den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst.

Gehobener feuerwehrtechnischer Dienst

Wachabteilungsführer

Ein Wachabteilungsführer bildet die Schnittstelle vom gehobenen zum mittleren feuerwehrtechnischen Dienst. Er hat die Gesamtverantwortung zur Umsetzung von personellen, organisatorischen, einsatztechnischen und einsatztaktischen Vorgaben. Dabei muss der Wachabteilungsführer  einen bestimmten Personalbestand (bei der Feuerwehr Halle bis zu 35 Einsatzkräfte) koordinieren, was spezielle Führungseigenschaften voraussetzt. Im Einsatz beurteilt er die Situation, übermittelt Einsatzaufträge an seine unterstellten Gruppenführer und überwacht deren Ausführungen.

Wachvorsteher

Ein Wachvorsteher hat grundsätzlich organisatorische Aufgaben. In erster Linie koordiniert und kontrolliert er die ihm unterstellten Wachabteilungen. Personal-, Technik- und Standort-Gesamtproblematiken liegen in seiner  Verantwortung. Weitere Sachgebiete sowie die Erstellung von Konzeptionen, Dienstanweisungen und Regularien werden durch den Wachvorsteher erarbeitet, vorgestellt und umgesetzt.

Sachbearbeiter / Team-Leiter

Sachbearbeiter  bzw. Teamleiter  sind in, durch die Organisationsstruktur festgelegten Sachgebieten tätig. Im Rahmen ihres Verantwortungsbereiches schaffen sie die organisatorischen und vorbereitenden Grundlagen, die die Funktionalität der Feuerwehr erhalten und erweitern.

Höherer feuerwehrtechnischer Dienst

Ressort-Leiter

Das umfangreiche Aufgabengebiet eines Ressort – Leiters umfasst die Koordination der ihm unterstellten Sachgebiete bzw. Verantwortungsbereiche. Auf der Grundlage von vorgegebenen und erarbeiteten Regularien setzt er in erster Linie Grundsatzentscheidungen durch, die in den entsprechenden Sachgebieten umgesetzt werden. Er  hat die Gesamtverantwortung seines Ressorts und arbeitet dem Leiter der Feuerwehr entsprechend zu.

Leiter der Feuerwehr

Ein Leiter einer Feuerwehr trägt die Gesamtverantwortung. Er  arbeitet eng mit seinen Ressortleitern zusammen, um die anstehende und zukunftsorientierte Ausrichtung der Gesamtorganisation Feuerwehr festzulegen bzw. umzusetzen.

Sprachliche Gleichstellung: Personen und Funktionsbezeichnungen gelten jeweils in männlicher und weiblicher Form.

 

 
SICHERHEIT - RUND UM DIE UHR