| Berufsbild Feuerwehrmann |
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Es gibt keine andere Tätigkeit, die so vielfältig, interessant, umfassend und spannend ist, wie der Beruf eines Feuerwehrmannes. Das liegt in erster Linie daran, dass es nicht darum geht Geld zu verdienen, sondern das im Arbeitsbereich eines Feuerwehrmannes grundsätzlich alles darauf ausgerichtet ist, im Team aber auch als Individualist Menschen zu helfen. Einen Menschen aus einer lebensbedrohlichen Situation gerettet zu haben, ist ein beispielloses Gefühl. Dieses kann man mit Worten nicht beschreiben. Aber jeder, der den Beruf eines Feuerwehrmannes erlernt, wird es früher oder später erleben. Ein Feuerwehrmann muss sich mit seiner Tätigkeit identifizieren. Er muss lernen und begreifen, dass dieser Beruf eine Verpflichtung ist. Für das Wohl der Bürger ist es notwendig, vieles zu riskieren und alles zu geben. Wer die Tätigkeit eines Berufsfeuerwehrmannes erlernen möchte, sollte vorher genau überlegen, ob er dazu bereit ist. Wer sich dazu entschieden hat, erlernt einen Multifunktionsberuf. Schwere Einsatztechnik mit ungeheurer Kraft steht neben kleinster Mikrotechnologie. Strahlrohre, Brechwerkzeuge liegen neben hochsensibler Mess- und Analysetechnik. Motorsägen, Trennschleifer, Bohrmaschinen sind auf dem selben Einsatzfahrzeug verlastet, wie Injektionsnadeln, Medikamente und Blutzuckermessgeräte. Computer, Funk- und Infrarotsensortechnik müssen genauso beherrscht werden wie Äxte, Schaufeln und Vorschlaghämmer. Chemie, Physik, Biologie, Pädagogik, Medizin und Gerätetechnik sind nur einige Themen, in denen ein Feuerwehrmann Grund- und erweiterte Kenntnisse erwerben muss. In diesem Beruf sind zahlreiche Entwicklungs- und Qualifizierungswege möglich. Je nach Fähigkeiten und Neigung können nach erfolgreich absolvierten Bildungswegen Verantwortungen und Führungstätigkeiten übernommen werden. Wer für seine berufliche Zukunft eine Tätigkeit sucht, in der er aktiv Menschen helfen und schützen kann, dann ist er bei der Feuerwehr genau richtig. Wir sind immer da, wenn uns jemand braucht.
Mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst
Einsatzkräfte Die Einsatzkräfte bilden die einsatztaktische und technische Basis einer Feuerwehr. Sie gehen direkt in Gefahrenbereiche vor und setzen angewiesene Einsatz- und Rettungsmaßnahmen um. Dabei setzen sie eine Vielzahl von technischen Mitteln ein, deren Anwendung hohe theoretische und praktische Fähigkeiten voraussetzen. Die physischen und psychischen Belastungen von Einsatzkräften sind extrem hoch. Sie haben in ihrer Tätigkeit unmittelbaren Kontakt zu Schwerstverletzten und müssen in lebensbedrohlichen- und komplizierten Einsatzsituationen ruhig und abgeklärt Entscheidungen treffen, die möglicherweise über Leben und Tod entscheiden können. Bei ihrer Tätigkeit werden Einsatzkräfte selbst mit zahlreichen Gefahren konfrontiert, die nicht immer vorhersehbar sind. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, den Ausbildungsstand von Einsatzkräften sowie ihre körperliche Fitness auf einem hohen Niveau zu halten.
Gruppenführer(in) Einsatzkräfte, die sich über Jahre durch gute Leistungen und Fähigkeiten im Einsatz und Innendienst bewähren, können sich im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst auf die Funktionsstelle eines Gruppenführer(in) (Fahrzeugführer(in)) bewerben. Nach einem erfolgreich absolvierten Auswahlverfahren werden Führungsaufgaben im Einsatz- und Innendienst übernommen. Ausbildungsvorbereitung und deren Durchführung, Planungs- und Organisationsaufgaben sowie Führungstätigkeiten im Einsatz sind nur einige Aufgabenbereiche eines Gruppenführers. Der größte Unterschied zu einer Einsatzkraft ist der, dass ein Gruppenführer nicht nur eine Verantwortung für sich selber trägt, sondern für alle ihm unterstellten Einsatzkräfte. Gruppenführer(innen) sind Dreh- und Anlaufpunkte, die im Innen- und Einsatzdienst für einen Erfolg unerlässlich sind. Bei einer persönlichen Eignung sowie jahrelanger Bewährung hat ein Gruppenführer(in) die Möglichkeit zu einem Laufbahnwechsel in den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst.
Gehobener feuerwehrtechnischer Dienst
Wachabteilungsführer(in) Ein(e) Wachabteilungsführer(in) bildet die Schnittstelle vom gehobenen zum mittleren feuerwehrtechnischen Dienst. Er (Sie) hat die Gesamtverantwortung zur Umsetzung von personellen, organisatorischen, einsatztechnischen und einsatztaktischen Vorgaben. Dabei muss der Wachabteilungsführer(in) einen bestimmten Personalbestand (bei der Feuerwehr Halle bis zu 35 Einsatzkräfte) koordinieren, was spezielle Führungseigenschaften voraussetzt. Im Einsatz beurteilt er (sie) die Situation, übermittelt Einsatzaufträge an seine unterstellen Gruppenführer(innen) und überwacht deren Ausführungen.
Wachvorsteher(in) Ein(e) Wachvorsteher(in) hat grundsätzlich organisatorische Aufgaben. In erster Linie koordiniert und kontrolliert er (sie) die ihm unterstellten Wachabteilungen. Personal-, Technik- und Standort-Gesamtproblematiken liegen in seiner (ihrer) Verantwortung. Weitere Sachgebiete sowie die Erstellung von Konzeptionen, Dienstanweisungen und Regularien werden durch den Wachvorsteher(in) erarbeitet, vorgestellt und umgesetzt.
Sachbearbeiter(in) / Team-Leiter(in) Sachbearbeiter(in) bzw. Teamleiter(in) sind in, durch die Organisationsstruktur festgelegten Sachgebieten tätig. Im Rahmen ihres Verantwortungsbereiches schaffen sie die organisatorischen und vorbereitenden Grundlagen, die die Funktionalität der Feuerwehr erhalten und erweitern.
Höherer feuerwehrtechnischer Dienst Ressort-Leiter(in) Das umfangreiche Aufgabengebiet eines Ressort – Leiters umfasst die Koordination der ihm unterstellten Sachgebiete bzw. Verantwortungsbereiche. Auf der Grundlage von vorgegebenen und erarbeiteten Regularien setzt er (sie) in erster Linie Grundsatzentscheidungen durch, die in den entsprechenden Sachgebieten umgesetzt werden. Er (sie) hat die Gesamtverantwortung seines Ressorts und arbeitet dem Leiter der Feuerwehr entsprechend zu.
Leiter(in) der Feuerwehr Ein(e) Leiter(in) einer Feuerwehr trägt die Gesamtverantwortung. Er (Sie) arbeitet eng mit seinen Ressortleitern zusammen, um die anstehende und zukunftorientierte Ausrichtung der Gesamtorganisation Feuerwehr festzulegen bzw. umzusetzen.
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